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Modul „Erlebnisorientierte Veranstaltungen“

1. Einsatzfeld:
Die „Erlebnisorientierten Veranstaltungen“ eignen sich in besonderer Weise für kleinere Gruppen. Dies können Gruppen aus Jugendhäusern/-treffs sein, indikative Gruppen (z. B. KIvVer - Gruppe) oder Gruppen aus (stationären) Einrichtungen der Jugendhilfe.

2. Kurzbeschreibung:
Dieses Modul bietet die Möglichkeit, durch Aktivitäten bei denen das (aktive) Erleben im Vordergrund steht (z. B. klettern, Bowling, Grillen, Go-Kart fahren...), Interesse zu wecken/zu vertiefen für eine alternative Freizeitgestaltung, in der Sucht- und Drogen keinen bzw. wenig(er) Raum einnimmt.

3. Dauer und Umfang:
- je nach Art der Aktivität für Gruppengrößen von 6 bis 10 Teilnehmer/innen geeignet
- Dauer richtet sich ebenfalls nach der Art der Aktivität und liegt meist zwischen 2,5 und 3,5 Stunden.

4. Rahmenbedingungen:
Wenn die Veranstaltungen bei externen professionellen Anbietern durchgeführt/gebucht werden, benötigt man finanzielle Mittel (zwischen 3 und 12 Euro) für das Mieten der Ausrüstung etc., aber auch sportliche Bekleidung und evtl. Verpflegung.

5. Zielgruppe(n):
- Jugendliche und junge Erwachsene die mit Suchtmitteln experimentieren, Suchtmittel konsumieren oder von Suchtmitteln abhängig sind, bzw. süchtige Verhaltensweisen zeigen, bevorzugt in jugendspezifischen Einrichtungen wie Einrichtungen der Jugendarbeit / -hilfe, Berufshilfe oder in (Berufs-)Schulen.
- Oben genannte Jugendliche und junge Erwachsene die (ins besondere) bisher über kein bzw. nur über ein geringes Repertoire an sinnvollen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten verfügen.

6. Ziele:
Durch Erlebnisorientierte Veranstaltungen sollen im weitesten Sinne die Entwicklung von Identität, Beziehungs-, Konflikt- und Genussfähigkeit unterstützt und gestärkt werden.
Ein weiteres Ziel ist ein Abbau von (Schwellen-)Ängsten bezüglich der Inanspruchnahme von (mehr) Suchthilfeleistungen bzw. der Kontaktausbau zum Suchthilfesystem über die Berater/innen (hinaus).

7.  Beschreibung des Angebots:
- Reflexion des eigenen/individuellen Freizeitverhaltens der Teilnehmer/innen
- Vermittlung/Vertiefung von Möglichkeiten mit Schwierigkeiten umzugehen (meist Schwierigkeiten der Teilnehmer/innen mit sich selbst und der Umwelt) um nicht in (bekannte) Suchtverhaltensweisen/-muster zu verfallen
- Vermittlung von suchtspezifischen (Hilfe-)Informationen (Erfahrungsaustausch mit/unter den Teilnehmer/innen...)

Trainierte Lebenskompetenzen nach WHO – Definition:
Selbstwahrnehmung X
Empathie X
Kreatives Denken
Kritisches Denken
Entscheidungen treffen X
Problemlösungsfertigkeit X
Effektive Kommunikationsstrategien X
Interpersonale Beziehungsfertigkeit X
Gefühlsbewältigung X
Stressbewältigung X

8. Indikatoren:
- Konfliktfreier/-armer Veranstaltungsablauf. Ist die Veranstaltung wie geplant und vorbereitet verlaufen gilt dies aus den Praxiserfahrungen heraus als guter Erfolg.
- Anzahl der Teilnehmer/innen. Auch hier ist aufgrund von Praxiserfahrungen eine aktive Beteiligung ab 6 Teilnehmer/innen bereits ein sehr guter Erfolg.
- Anzahl der Veranstaltungen mit gleichen Teilnehmer/innen. Bereits ab der zweiten Veranstaltung mit gleichen Teilnehmer/innen ist der Erfolg mit sehr gut zu bewerten.
- Zustandekommen eines Gesprächs mit/unter der jeweiligen Zielgruppe bei einer erlebnisorientierten Veranstaltung. Hier spielt die Gesprächsdauer kaum eine Rolle, schon kurze Gespräche sind ein guter Erfolg.
- Inanspruchnahme weiterer suchtspezifischer Hilfeangebote (Einzelberatung...) von Gruppenteilnehmer/innen, (Mit-)Veranstaltern... Dabei ist aufgrund
von Praxiserfahrungen bereits eine Inanspruchnahme durch einen/eine Teilnehmer/in als sehr guter Erfolg zu werten.

9. Messinstrumente:
- Eigenwahrnehmung der Berater/innen
- Rückmeldungen durch Teilnehmer/innen bzw. durch (Mit-)Veranstalter
- Zahl der Inanspruchnahme von weiteren suchtspezifischen Hilfen durch Teilnehmer/innen, (Mit-)Veranstaltern...

10. Ansprechpartner:
chillout, Martin Rindler
Am Japangarten 6, 74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: 071 42 / 97 43-25, Fax: 07142 / 97 43-11
Kontakt: E-Mail schreiben

Unterstützt durch

Landkreis Ludwigsburg

Kommunale Suchtbeauftragte des Landkreises Ludwigsburg

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